Die Romantische Straße, Deutschlands einzige Qualitäts-Ferienstraße, bietet nicht nur im Hochsommer eine große Zahl an Erlebniswelten, die sich alle um das Thema Wasser bewegen. Wenn die Temperaturen, wie in den vergangenen Wochen und wohl auch weiterhin, ungeahnte Höhen erreichen, sind Schatten und kühlendes Nass in Form von Schwimmbädern, Naturfreibädern und Heilquellen gefragt. Auch in diesem Bereich findet man entlang der Romantischen Straße eine große Anzahl an Wasser-Erlebniswelten, die Erholung, Wasserspaß und trotz der Hitze echtes Urlaubsfeeling garantieren. Das alles eingebettet in ein romantisches Ambiente, das weltweit einzigartig ist.
Natur und Landschaften entlang der Romantischen Straße sind vielfältig und abwechslungsreich. Geprägt werden sie allerdings vor allem auch durch die Flüsse, die dem Streckenverlauf folgen. In Würzburg ist es der Main und die umliegenden Weinberge, die das Landschaftsbild bestimmen. Weiter folgt die Romantische Straße der Tauber, erreicht die Wörnitz, die in Donauwörth in die Donau mündet. Ab Augsburg ist es der Lech, der die Ferienstraße bis ins Voralpenland begleitet. Und in Füssen sind es dann die Allgäuer Alpen und ihre Seelandschaften wie der Forggensee oder der Hopfensee, die mit grandiosen Kulissen für einen wasserwürdigen Abschluss sorgen.

In Bad Mergentheim zum Beispiel dreht sich im Jahre 2026 alles um das Wasser. Hier feiert man 200 Jahre Heilquellen in Bad Mergentheim mit einer glamourösen Ballnacht und einer großen Bädergeschichte auf der Bühne. Mit einem eigens entwickelten Theaterstück und einem großen Jubiläumsball präsentiert Bad Mergentheim 2026 zwei bedeutende Jahrestage seiner Geschichte: Vor 200 Jahren wurde die erste Heilquelle entdeckt, seit 100 Jahren trägt die Stadt offiziell den Titel „Bad“. Das Jubiläumsjahr macht die Entwicklung vom kleinen Tauberstädtchen zum international bekannten Kur- und Gesundheitsstandort erlebbar. Die Stadt verfügt über vier Heilquellen. Gemeinsam mit dem weitläufigen Kurpark, Gesundheitsangeboten und Reha-Einrichtungen bilden sie die Grundlage für einen wichtigen Gesundheitsfaktor der Region. Schon der Dichter Eduard Mörike, der mehrere Jahre in Bad Mergentheim lebte, beschrieb die Landschaft rund um die Kurstadt als idyllisch und voller Poesie. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war ein Ereignis im Herbst 1826: Schäfer Franz Gehrig entdeckte auf einer Wiese an der Tauber eine Quelle mit auffällig bitter-salzigem Wasser, der Beginn der Bad Mergentheimer Kurgeschichte. Diese Geschichte greift das Theaterstück „Die Quellen von Bad Mergentheim – Eine Reise durch Zeit und Heilkunst“ auf. Die Uraufführung findet vom 25. bis 27. September 2026 im Großen Kursaal des Kurhauses statt. Dabei werden die vier Heilquellen selbst zu Bühnenfiguren: Wilhelmsquelle, Karlsquelle, Albertquelle und Paulsquelle begleiten als Chor durch die Handlung. Sie führen das Publikum durch verschiedene Epochen der Stadtgeschichte humorvoll, kritisch und modern mit prägnanten Szenen, Musik und pointierten Dialogen.

In Landsberg am Lech zieht das Landsberger Inselbad die Besucher an. Nach umfassender Sanierung im vergangenen Winter präsentiert sich das traditionsreiche Inselbad seit Juni 2026 wieder in neuem Glanz. Das modernisierte Inselbad vereint bewährte Geschichte mit innovativer Technik. Neue Edelstahlverkleidungen ihm nicht nur ein zeitgemäßes Erscheinungsbild, sondern tragen auch zur Langlebigkeit der Anlage bei. Gleichzeitig bleibt die historische Wellenanlage aus dem Jahr 1972 als gewohntes Element erhalten. Zusätzlich sorgen moderne Badewassertechnik, effiziente Wärmerückgewinnung sowie neue Systeme zur Entleerung, Filterung und Wasseraufbereitung für einen zeitgemäßen Betrieb. Damit ist das Inselbad bestens für die Zukunft aufgestellt und bietet den Badegästen ein nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Freizeiterlebnis.

Und als kühlende Erfrischung bei heißer Witterung dienen neben vielen weiteren Naturfreibädern an der Romantischen Straße vor allem auch die Allgäuer Alp-Seen rund um Füssen. Ob Forggen-, Hopfen- oder Weissensee, ihre klaren Wasser wirken kühlend und erfrischend. Der Hopfensee liegt in einem durch den Lechgletscher in der letzten Eiszeit geformten Becken. Er ist 194 Hektar groß, bis zu 12 Meter tief und gehört zu den wärmsten bayerischen Voralpenseen. Am westlichen Ende der Uferpromenade liegt mit dem Seepark Hopfensee eine öffentliche Badestelle mit großer Liegewiese mit Baumbestand und Gastronomie.
Eduard Mörike, der große Dichter der deutschen Romantik, schrieb in seinem Gedicht „Um Mitternacht“: „Doch immer behalten die Quellen das Wort, Es singen die Wasser im Schlafe noch fort.“ An der Romantischen Straße sprudeln erfrischende und heilende Wasser nicht nur bei Tag und Nacht, sondern das ganze Jahr hindurch.




