Die Romantische Straße, Deutschlands einzige Qualitäts-Ferienstraße, die in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag feiert, bietet zur Entschleunigung und Erholung in der Natur attraktive Wanderwege entlang der Route von Würzburg bis Füssen an. Und das in einer Vielfalt, die für jeden Geschmack und Fitnesslevel ein geeignetes Wander-Programm bereithält und das darüber hinaus verkehrstechnisch mit dem eigenen Auto, aber auch mit dem Öffentlichen Personennahverkehr umweltschonend zu erreichen ist.
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Da ist zum Beispiel das hübsche Städtchen Wertheim zu nennen, ein kleines Wanderparadies an der Romantischen Straße. Wer wird da nicht schwach? „Römersteige und Liebespfad“ heißt ein fünf Kilometer langer Rundweg, der von der Main-Tauber-Halle aus an der Tauber entlang zum Erlebnisspielplatz Untere Leberklinge mit Grillmöglichkeit und Ruhebänken führt. Nach Unterquerung der Bahnlinie verlässt man den asphaltierten Weg und wandert inmitten unberührter Natur die „Römersteige“ bergauf. Bald erreicht man den „Liebespfad“, der sich leicht bergab, vorbei an bemoosten Sandsteinbrocken, durch den Bannwald und die Klinge schlängelt. Entlang der alten Weinbergmauern kann man die Weitsicht ins Taubertal genießen. Über die „Alte Vockenroter Steige“ gelangt man zum Panoramaaussichtspunkt mit bester Sicht auf die Wertheimer Burg. Der Fußweg zur Stadt führt dann wieder hinunter zum Fluss und zum Ausgangspunkt. www.tourismus-wertheim.de
Auch das Donau-Ries bei Nördlingen macht die spannende Erdgeschichte auf zahlreichen Wanderwegen hautnah erlebbar. Donau und Lech prägen mit ihren Urstromtälern die Gegend im südlichen Bereich, die Schwäbische und Fränkische Alb beeindrucken mit ihren typischen Wacholder-Heiden und tiefen Wäldern. Höhepunkt ist das Ries, das durch den Einschlag eines Meteoriten vor 15 Millionen Jahren geformt wurde und einen beinahe kreisrunden Krater zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb bildet. Der Geopark Ries hat ein großes Netz an Wanderwegen vorzuweisen. Der neun Kilometer lange „Bockrundweg“ zum Beispiel führt über Berg und Tal, durch Wald und Heide. Ausgangspunkt ist der untere Burgparkplatz der Harburg. Von dort wandert man auf einem Grasweg bergauf in Richtung Bock. Rechterhand geht es am ehemaligen jüdischen Friedhof am Waldrand des Hühnerberges vorbei. Von hier verläuft der Weg zur Aussichtsplattform der Station Pluto des Rieskrater Planetenweges, von hier hat man bei gutem Wetter sowohl einen wunderbaren Blick in die Riesebene als auch über das Wörnitztal bis nach Donauwörth. Weiter geht es über riestypische Heide hinauf zum Gipfelkreuz und wieder herab auf dem Bockberg. www.noerdlingen.de
Wandern ist immer noch eine der beliebtesten Urlaubsaktivitäten an der Romantischen Straße. Die Gemeinde Halblech im Allgäu ist dafür besonders prädestiniert, weil sie 200 Kilometer bestens beschilderte Wanderwege in der majestätischen Bergwelt und im sanften Tal bietet. Ganz in der Nähe von Schloss Neuschwanstein und der berühmten Wieskirche gelegen, ist Halblech ein idealer Ausgangspunkt für den Wanderurlaub im Allgäu. Hier beeindruckt der spektakuläre Panoramablick auf das Ammergebirge und die Allgäuer Alpen. Das große Netz der Wanderwege führt durch bunte Wiesen zu wunderschönen Seen und lohnenswerten Ausflugszielen. Die Webseite der Tourist-Information Halblech bietet eine hilfreiche Wanderrouten-Übersicht mit Touren rund um Halblech mit allen wichtigen Detailinformationen zu den Strecken. www.halblech.de
Wenn es um besondere Naturerlebnisse geht, ist Füssen am südlichen Endpunkt der Romantischen Straße ganz vorne dabei. „Das Wandern ist des Königs Lust“ lautet dabei das Motto für alle, die sich gerne in der Natur bewegen. Nicht nur die beiden Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein, das soeben zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde, verbanden die Wittelsbacher mit Füssen und seiner Umgebung. Auch der Tegelberg war ein royales Wanderziel und die Familie hinterließ dort Bauwerke wie das Tegelberghaus und das Berggasthaus Bleckenau, die Ludwigs Vater Maximilian II. ursprünglich als Jagdhäuser dienten. Einen eindrucksvollen Blick auf Neuschwanstein bietet die Marienbrücke, die Maximilian seiner Frau Marie als Verlobungsgeschenk bauen ließ. All diese Erinnerungsorte an die Wittelsbacher passieren Wandernde auf der gut 17 Kilometer langen „Tegelberg-Runde“. Während seiner Kindheit verbrachte Ludwig II. mit seiner Familie den Sommer auf Schloss Hohenschwangau und erkundete von dort aus die Allgäuer Region mit ihren vielen Gipfeln, Seen und grünen Almen. Als 24-jähriger junger Mann ließ der König im Jahr 1869 schließlich den Grundstein für Neuschwanstein legen – eine Sehenswürdigkeit, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. www.fuessen.de
Weitere Informationen zur Romantischen Straße, den Festveranstaltungen, ihren Orten, Sehenswürdigkeiten und Kulturveranstaltungen und findet man unter www.romantischestrasse.de
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Fotos: Blick von der Burg auf Wertheim ©Romantische Straße. Der Tegelbergweg in den Ammergauer Alpen mit Blick auf Schloss Neuschwanstein, das gerade zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde ©PRB.