Im barocken Schlossgarten von Weikersheim zum Beispiel ergänzen sich Symmetrie und reichhaltige Vielfalt, die typischen Merkmale eines barocken Lustgartens. Buchshecken rahmen bunt blühende Rabatten ein, Kübelpflanzen und Sandsteinfiguren setzen besondere Akzente und Baumalleen erzeugen Sichtachsen und spenden wohltuenden Schatten. Krönender Abschluss des Weikersheimer Gartens ist die Orangerie. Die Gartenanlage von Schloss Weikersheim ist auch besonders bekannt für die vielen originalen Figuren aus dem 18. Jahrhundert. Die Sandsteinskulpturen spielen auf die Götter- und Sagenwelt der griechischen und römischen Antike an. Graf Carl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim verglich sich wie alle Herrscher des Barock mit den Göttern und Helden der Antike. Ein ungewöhnlicher Kontrast dazu sind die berühmten Zwerge des Schlossgartens, die verschiedene Handwerker und Schlossbedienstete darstellen. Nach dem Besuch fragt man sich unwillkürlich: War ich jetzt in den berühmten Gärten von Versailles oder in den Schlossgärten von Weikersheim?
An der sogenannten „Umkehr“ in Donauwörth, dem Zusammenfluss von Donau und Wörnitz, befindet sich eine kleine, aber feine Parkanlage, die zum Verweilen am Wasser einlädt. Der Gebhardtplatz ist mit zahlreichen Ruhebänken und liebevoll angelegten Blumenbeeten angelegt. Außerdem befinden sich hier die Friedenslinde und die Friedenstaube des Jerusalemweges, des weltweit längsten Pilger- und Friedensweges. Vom Park an der Donauspitze aus begibt sich die Donau auf ihre Reise stadtauswärts am alten Donauhafen vorbei, der an historischer Stelle an den Start- und Endpunkt der Donau-Schifffahrt vergangener Zeiten erinnert. Der Park strahlt eine besondere Ruhe aus, die sanften Wellen am Zusammentreffen der Flüsse lassen die Gedanken zur Ruhe kommen.
In einer ruhigen Parklandschaft entspannen, sich bei einem Spaziergang durch den Schaugarten inspirieren lassen, die große Auswahl an Pflanzen- und Gartenbedarf bewundern und sich in der Gastronomie mit Blick auf einen wunderschönen Garten verwöhnen lassen: All das erwartet die Besucher/innen im Dehner Blumenpark in Rain am Lech. Auf 30.000 Quadratmetern finden Gäste asiatische, mediterrane und englische Gartenelemente, einen großen Japangarten mit Teichen, Wassertreppen und Großbonsais und prächtige, jahreszeitlich bepflanzte Schmuckbeete begeistern jeden Pflanzenliebhaber. Im angrenzenden 12.000 Quadratmeter großen Naturlehrgarten wird den Besuchern die Schönheit der heimischen Flora und Fauna nähergebracht. Aber es gibt in Rain am Lech noch einen weiteres Garten-Kleinod zu bewundern: Im herzogliche Schloss in der Nordostecke der Stadt ist ein spätgotischer Bau samt Gartenanlage aus dem 15. Jahrhundert zu entdecken. Der Wittelsbacher Herzog Stefan II. begann ihn zu errichten, sein Sohn, Herzog Ludwig der Bärtige von Bayern-Ingolstadt, vollendete ihn nach 1421. Der Schlossgarten lockt mit einem romantischen Ambiente aus Blumen und stilvoll angelegten Beeten, die sich durch abgestimmte Farbakzente wunderbar der historischen Mauer anpassen.
„Ein Garten ist eine wunderbare Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft, ein Ort, an dem Erinnerungen wachsen und Träume gedeihen“ sagt ein Sprichwort eines unbekannten Dichters. Vom Hofgarten der Residenz in Würzburg über den Botanischen Garten in Augsburg bis zu den Wallerstein Gardens lassen sich an der Romantischen Straße traumhafte Gartenreisen zusammenstellen, die ewig in Erinnerung bleiben.




